Wer filmt?

Michael Hanekes CACHÉ rückt weit ab vom Genre des klassischen Kriminalkinos. Anstatt „des Kriminellen“ im Bild untersucht er „das Kriminelle“ des Bildes selbst. Der Kamerablick ist weniger auf der Spur eines Erzählplots, in dem sich langsam Teil um Teil zusammenfügt. Er ruht vielmehr auf dem Gesehenen als Phänomen, als Erfahrung, als Selbst-Erkenntnis. Das Rätsel liegt nicht im Blickfeld, sondern der Blick selbst ist das Rätsel. Weiterlesen…