Lexikalische „Schludrigkeiten“ im Film

Die Dokumentation FASSBINDER – LIEBEN OHNE ZU FORDERN des dänischen Regisseurs und Publizisten Christian Braad Thomsen zeigt ein äußerst liebevoll gestaltetes und persönliches Portrait über einen der wichtigsten Repräsentanten des Neuen Deutschen Films – nicht zuletzt aufgrund der den gesamten Film durchziehenden Sequenzen eines bislang unveröffentlichten Interviews, das Thomsen mit Fassbinder führte. Neben diesem beeindruckenden Interview spicken den Film allerdings lexikalische Fehler und „Schludrigkeiten“ in den eingeblendeten Kapitelüberschriften sowie im Abspann. Darf oder vielmehr: sollte dieser Missstand in einer Bewertung des Films als negativer Aspekt eine Rolle spielen? Weiterlesen…

Szenen der Gleichförmigkeit

Auf der Bühne sieht man bei WARUM LÄUFT HERR R. AMOK? in absurd und bizarr dargebotenen Szenen ein Leben der Gleichförmigkeit, der Monotonie, der Fremdbestimmtheit und der absoluten Austauschbarkeit vorüberziehen. Das Publikum lacht. Oft und laut. Das verwundert: Zeigt Susanne Kennedys Inszenierung nicht das Groteske als Realität, als modernes gesellschaftliches Dilemma? Ist das wahrhaft Groteske nicht vielmehr das Lachen? Weiterlesen…